In der Entzugsklinik: Wenn Alkohol krank macht!

#1 von Theodor , 20.09.2019 02:48

In der Entzugsklinik: Wenn Alkohol krank macht! | Saufen wir zu viel?


Warum wird man süchtig nach Alkohol? Und wie kommt man aus der Alkoholsucht wieder raus?

Um das herauszufinden, lasse ich mich zwei Tage in eine Entzugsklinik für Alkoholiker und Drogenabhängige einweisen.

In der Fachklinik Kamillushaus in Essen-Heidhausen will ich miterleben, wie es sich anfühlt auf Alkoholentzug zu sein und wie Alkoholkranken dabei geholfen wird, zurück ins Leben zu finden.
Los geht es mit Arbeitstherapie. Für Nick, der seit zwei Monaten in der Entzugsklinik gegen seine Alkoholsucht kämpft,
ist die Therapie eine gute Ablenkung, um nicht rund um die Uhr an Alkohol, Drogen und seine Vergangenheit zu denken.
Für Nick ist der Entzug ein harter Weg – denn er leidet bereits seit vielen Jahren unter der Alkoholsucht.

Auch Informatiker David ist süchtig nach Alkohol und im Gespräch mit ihm wird mir klar: Es kann wirklich jeden treffen. Denn Alkohol ist eine gesellschaftlich anerkannte Droge, die frei zugänglich ist. Das macht es Süchtigen sehr leicht, immer wieder an Nachschub zu kommen.

Trotz allem wollen Nick und David endlich vom Alkohol loskommen.

Alkoholsucht: So schnell wird man rückfällig | Saufen wir zu viel?

Wie kommt man vom Alkohol los? Und wie schafft man es, dass man der Alkoholsucht auch nach dem Entzug nicht wieder verfällt und clean bleibt?

Vor ein paar Monaten habe ich Nick in einer Entzugsklinik kennen gelernt. Erinnert ihr euch? Er war lange von Alkohol abhängig und wollte endlich von seiner Alkoholsucht loskommen. Vor kurzem hat er sich bei mir gemeldet, weil er einen Rückfall hatte. Das hat mich schockiert, weil ich mir sicher war, dass er es schafft, vom Alkohol loszukommen.

Nach seinem Rückfall ist Nick wieder in derselben Klinik, um einen zweiten Therapie-Anlauf zu nehmen. Ich habe ihn dort an seinem letzten Behandlungstag getroffen und ihm geholfen seine Sachen zu packen. Und ich habe ihn bei seinem Abschlussgespräch mit der Chefärztin begleitet. Frau Voigt hat in dieser Unterhaltung betont, wie wichtig für Nick eine Nachsorge ist – also der regelmäßige Besuch von Selbsthilfegruppen in seiner Nähe.

Wer selbst ein problematisches Konsumverhalten entwickelt hat, der sollte sich dringend bei Suchtberatungsstellen oder dem Sucht-Notruf melden. Darüber findet ihr auch Vorbereitungsgruppen, Rehabilitations-Angebote oder Kontakte zu Stellen, die eine Nachsorge anbieten.

Deutschlandweite telefonische Beratung
Bundesweite Sucht-Hotline: 01805 313031
Infotelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): 0221 892031
Telefonseelsorge: 0800 11101111 oder 0800 1110222
https://www.sucht-und-drogen-hotline.de/
https://www.kmdd.de/adressen-und-link...

Wenn ihr wissen wollt, was er aus seinem Rückfall gelernt hat und welche große Stütze er für seinen Kampf mit der Sucht gefunden hat, dann schaut meine neue Folge: „Alkoholsucht: So schnell wird man rückfällig“

Folge 6 der Frage „Saufen wir zu viel?“

Das ist Die Frage:

Es gibt diese großen, kniffligen Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Saufen wir zu viel? Wie komme ich mit dem Tod klar? Was ist so geil an einem Fetisch? Muss ich Angst vor der Psychiatrie haben? Ich suche Antworten auf diese Fragen, Woche für Woche, für euch. Ich gebe mich nicht mit einfachen Antworten zufrieden - ich probiere lieber aus, bohre nach und gehe dahin, wo's auch mal unangenehm wird. Ich frage keine Experten, ich bin vor allem dabei: in der Psychiatrie, auf der Fetisch-Party, im Rettungshubschrauber. Jeden Dienstag, 13:00 Uhr gibt's eine neue Folge.

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Die Phasen der Alkoholsucht
Raus aus der Sucht – nach 30 Jahren Alkohol endlich trocken?

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