Nachgefragt : Selbshilfegruppen während Ausnahmesituation

#1 von Gast ( Gast ) , 16.03.2020 22:49

Hallo,

Wie meistert Ihr eigentlich die Zeit jetzt in den aktiven Selbsthilfegruppen während der Infektionsgefahr ?
Wie stützt Ihr Euch gegenseitig , wie fangt Ihr Euch auf ?
Gibt es Telefonketten oder "skypt" Ihr miteinander ?

Gast

RE: Nachgefragt : Selbshilfegruppen während Ausnahmesituation

#2 von Theodor , 17.03.2020 05:43

MoinMoin,
…das Weiß ich auch noch nicht!
Für jemand wie mich, der seit Zehn Jahren, eigentlich jede Woche (erst in Erbach und seit ein/ein halb Jahren in Bremerhaven) Donnerstags in seiner Gruppe ist, wird es bestimmt sehr schwer werden. Aber da müssen wir ja jetzt alle durch.

Außerdem gibt es ja auch Telefon, in meiner Gruppe ist es so dass wir alle untereinander vernetzt sind und unsere Telefonnummern kennen. Ich könnte also jederzeit jemanden Anrufen schreiben oder treffen!
Es tut mir nur sehr leid für diejenigen die erst seit kurzem in meine Gruppe gehen, oder noch am Kämpfen sind, aber sie haben auch alle die Telefonnummern. Mehr kann man, glaube ich, jetzt einfach nicht machen.

In Erbach ist zwar das gesamte Selbsthilfezentrum geschlossen, aber Friedel ist während der normalen Sprechstunden zeit auch erreichbar, seht einfach mal unter Selbsthilfezentrum Erbach nach.

Außerdem haben wir ja auch unser Forum! Wenn einem Probleme oder fragen auf der Seele liegen kann er hier auch jederzeit Schreiben, dafür ist es schließlich da!
Traut euch


Theodor

 
Theodor
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zuletzt bearbeitet 17.03.2020 | Top

RE: Nachgefragt : Selbshilfegruppen während Ausnahmesituation

#3 von Stan162 , 17.03.2020 19:06

Hallo Allerseits, moin moin Theo,
diese Situation wird für viele zu einer harten Bewährungsprobe, auch für mich. Ich besuche jede Woche zwei Gruppen, dazu noch eine dritte, ein mal im Monat. Da man obendrein noch direkte Kontakte meiden soll, wird noch zusätzlich Redebedarf erzeugt. Da entsteht jetzt bei jedem eine große Leere, die es mit etwas, am besten etwas Sinnvollem, auszufüllen gilt. Ich werde versuchen Teilnehmer der Gruppen zu animieren, das Forum zu besuchen und vielleicht sogar was zu schreiben. Außerdem werde die Zeit nutzen mal zu entschleunigen. Musizieren, malen und vielleicht sogar mal wieder lesen. Da bin ich für meinen Teil gut gestellt. Wer aber Probleme mit seiner Freizeitgestaltung hat und deswegen gerne unter Menschen geht, der ist vor eine groß Herausforderung gestellt. Denen wünsche ich besonders viel Kraft in der nächsten Zeit. Was die Selbsthilfegruppen anbelangt, so kann ich mir nicht vorstellen über Skype Gruppe zu machen. Mir würde der direkte Blickkontakt zu allen anderen Teilnehmern fehlen. Das geht mir schon beim telefonieren so, dass ich da ernsthaft keine Probleme erörtern kann. Andererseits gib es viele Menschen denen es ganz anders geht, die sehr gut und sehr lange Probleme am Telefon besprechen. Das muß halt jetzt jeder selber für sich rausfinden. Es gibt ja auch noch die Möglichkeit sich in einer WhatsApp-Gruppe zusammen zu tun. Auch der Chat ist eine Option, gerade für die, die das ohnehin in irgend einer Weise schon mal praktiziert haben. Ich bin hier in Erbach, seit Freitag finden keine Selbsthilfegruppen mehr statt. Auch alle anderen Aktivitäten des DRK finden nicht mehr statt. Ich komme mir schon ein bisschen allein gelassen vor. Zum Glück gibt es aber das FORUM.

 
Stan162
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zuletzt bearbeitet 17.03.2020 | Top

RE: Nachgefragt : Selbshilfegruppen während Ausnahmesituation

#4 von Gast , 17.03.2020 22:25

Guten Abend miteinander!

Die Mitteilung, daß die SHG's ausfallen hat mich nicht überrascht. Für mich persönlich ist es nicht so schlimm, oft genug musste ich mich alleine durchwursteln, erst berufsbedingt und dann durch meine Krankheit. Der regelmäßige Besuch einer SHG ist für viele bestimmt enorm wichtig, gerade auch für diejenigen, denen der telefonische oder schriftliche Austausch nicht liegt. Doch warum nicht auch mal was Neues probieren?
Das Forum halte ich für einen guten Ersatz der persönlichen Treffen, d.h. sofern man die Voraussetzungen dazu hat. Ich habe mir vorgenommen in der nächsten Zeit regelmäßig hier vorbeizuschauen. Die Vermeidung von sozialen Kontakten wird mir schwer fallen, andererseits bin ich das Alleinsein gewohnt und komme gut damit zurecht. Das trifft leider auf viele Menschen nicht zu, gerade nach einer Zeit, in der das Suchtmittel den Tagesablauf beherrschte.
Also den Kopf nicht hängen lassen und auf ins Forum!

Liebe Grüße
Texi


RE: Nachgefragt : Selbshilfegruppen während Ausnahmesituation

#5 von Correia Heidrun ( Gast ) , 18.03.2020 21:25

Auch meine SHGs und ich sind von der derzeitigen Situation betroffen.Bei uns finden auch keine Gruppenstunden bis auf Widerruf statt.Aber, wir sind alle gut telefonisch vernetzt.Und über Watsapp kann man sich ja dann auch mal sehen beim telefonieren.Für viele wird es natürlich schwer, gerade für unseren Neuen.
Aber,das geht halt im Moment nicht anders.Ich hoffe ,daß ich alle meine Gruppenfreunde gesund und munter wieder sehe.
Heidi
Land Brandenburg

Correia Heidrun

   

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