Das Sorgentelefon für Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen ist am Wochenende von Freitag bis Sonntag und allen gesetzlichen Feiertagen erreichbar und zwar jeweils von 8 bis 22 Uhr unter der Rufnummer: 06062 60767
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  • Große Ehrung für unsere Friedel Datum07.05.2021 18:00
    Thema von Theodor im Forum Selbsthilfe allgemein

    „Für seelisch und sozial Verletzte kämpfe ich immer weiter!“
    aus der Fact -das lokale Magazin
    Hessen, Odenwald, Erbach 04.05.2021 Von: Michel Lang

    DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt überreicht Friedel Weyrauch (links) die Dank-Medaille für ihr langjähriges Wirken in der Selbsthilfe. Foto: Pressedienst Stadt Bamberg

    Friedel Weyrauch von DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt mit Dank-Medaille ausgezeichnet
    ODENWALDKREIS / ERBACH / BAMBERG. - Sie war vor über drei Jahrzehnten die Signalgeberin der Selbsthilfe im Deutschen Roten Kreuz, mittlerweile ist ihr Name landesweit zu deren Synonym im Wohlfahrtsverband geworden.

    Gemeint ist Friedel Weyrauch, Bundessprecherin der Selbsthilfegruppen in der Hilfsorganisation, die kürzlich von DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt mit der Dank-Medaille für herausragendes Engagement ausgezeichnet wurde.

    Die Ehrung fand im Alten Rathaus von Bamberg im Rahmen der Vorbereitungen der Feier zum 100jährigen Bestehen des Roten Kreuzes in Deutschland statt. Dort hatte 1921 die entscheidende Sitzung zur Gründung des Dachverbandes getagt.

    Weyrauch handelt und spricht aus berufenem Munde. Sie war in jungen Jahren selbst alkoholabhängig gewesen und kennt daher die Tücken der Sucht aus eigener Erfahrung.

    Heute begleitet und berät sie im Odenwaldkreis Menschen aus 16 Selbsthilfegruppen verschiedenster Ausrichtung mit ihrem Fachwissen und einer beispielhaften Herzenswärme. Dabei ist Authentizität ihre Stärke.

    Aufgrund ihres Engagements konnten Suchterkrankungen langsam einen Weg aus der Schmuddel-Ecke von Häme und Hetze finden, wenn auch der Makel des anstößig Schmutzigen oft noch auf den Betroffenen lastet und diese häufig ins Abseits stellt.

    Dies zu ändern, ist Weyrauchs täglicher Ansporn. „Selbsthilfe bedeutet, dass sich Menschen mit Themen treffen, die sie schwer belasten. Sie kommen, weil sie in diesem Rahmen ihre Verletzungen zeigen und Wege der Heilung gehen können.

    Die Leute besuchen uns, weil sie im Roten Kreuz einen neutralen Ort haben. Viele würden woanders nicht hingehen“, erklärte Weyrauch in ihrer Dankesrede nach der Verleihung der Auszeichnung und unterstrich:

    „Seelisch sowie sozial Verletzte und Vernachlässigte zu unterstützen, das ist meine Mission und dafür kämpfe ich immer weiter!“

    Hasselfeldt ging auf das unermüdliche Schaffen von Friedel Weyrauch ein und hob deren beispielhafte Verlässlichkeit für die Selbsthilfe im Deutschen Roten Kreuz hervor.

    So war und ist die Ausgezeichnete auch stets verlässliche Ansprechpartnerin für Jürgen, der immer wieder auf sie zählen kann: „An Friedel schätze ich ihre absolute Verbindlichkeit und die offene Art mit der sie mit mir spricht.

    Wenn sie etwas sagt, dann hat dies Hand und Fuß. Sie hat diese Ehrung vollumfänglich verdient“, lobt der 59jährige, der wegen Alkoholproblemen seit über 30 Jahren ihre Gruppe besucht.

    Auch Frank Sauer, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Odenwaldkreis, zieht den imaginären Hut vor Weyrauchs unermüdlichem Einsatz für die humanitäre Sache und bezeichnet die Geehrte als eine tolle Frau, die stets im Zeichen der Menschlichkeit agiere.

    „Sie fragt keinen, was er hat oder ist, sondern bietet unkompliziert ihre Hilfe an. Friedel sieht den Menschen mit seinen Problemen. Der gesellschaftliche Stand ist ihr völlig egal.

    Mit ihrer professionellen Zuwendung und Neutralität lebt sie eherne Grundsätze des Roten Kreuzes. Henry Dunant, unser Gründer, wäre stolz darauf gewesen, eine solche Kämpferin für die Humanität an seiner Seite gehabt zu haben!“

    Obwohl Fiedel Weyrauch schon lange im Rentenalter ist, kommt sie fast täglich in ihr Büro im Selbsthilfezentrum an der Bahnstraße in Erbach, um anfallende Verwaltungsarbeiten zu erledigen, das Sorgentelefon zu betreuen und natürlich, um sich um ihre Gruppen zu kümmern.

    Diese Herzensangelegenheit lässt sie sich nicht nehmen. Und die Medaille? Friedel Weyrauch antwortet bescheiden: „Das ist eine schöne Geste. Ich sehe mich aber nur als Stellvertreterin aus den vielen Gruppen, für die ich diese Ehrung annehme.

    Noch mehr würde ich mich allerdings darüber freuen, wenn Sucht in jeglicher Form genauso wie ein Schlaganfall von der Gesellschaft als Krankheit akzeptiert werden würde. Denn Sucht suchen sich die Süchtigen schließlich auch nicht aus. Und von Schuld reden wir schon gar nicht.“




    übrigens: die Dank-Medaille

    Jedes Jahr zeichnet das Rote Kreuz bis zu drei Personen mit der Dank-Medaille der Präsidentin aus. Diese müssen in außergewöhnlichem Maße und über einen längeren Zeitraum ehrenamtlich und anlassbezogen tätig gewesen sein.
    Vorschläge werden unmittelbar an das DRK-Präsidium eingereicht. Die Nominierungen können von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitgliedern gemacht werden.
    Eine Arbeitsgruppe entscheidet dann hierüber. Dieser gehören die Präsidentin, die Vizepräsidentin, der Vizepräsident und der Vorsitzende des Ausschusses Ehrenamtlicher Dienst (AED) sowie der Generalsekretär an.


  • Frisch nüchtern? Dann wird Dir wahrscheinlich der ein oder andere Spruch in diesem Video bekannt vorkommen. ;) Viel Spaß beim Zuschauen!


  • Wieso Alkohol die schädlichste Droge von allen ist – Nathalie Stüben

    Klingt krass, klingt ungewohnt, ist aber so: Von allen gängigen Drogen ist Alkohol in der westlichen Welt mit Abstand die schädlichste. Wer das herausgefunden hat und warum das so ist, erkläre ich Dir in diesem Video.

    Das Interview mit David Nutt findest Du hier: https://www.youtube.com/watch?v=bASaI...​;
    Seine erste Studie dazu findest Du hier: https://www.thelancet.com/journals/la...​;

    Test: Wie bedenklich ist Dein Trinkverhalten?
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    Programm: Die ersten 30 Tage ohne Alkohol
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  • Kann ich alkoholfreies Bier trinken, wenn ich nüchtern werde? Oder alkoholfreien Wein, Gin, Magenbitter? Ich rate davon ab. Und in diesem Video erkläre ich Dir, warum.

    Das Interview mit dem Brauer, das ich am Anfang erwähne, findest Du hier: https://sz-magazin.sueddeutsche.de/es...​;

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  • Forum KinoDatum12.04.2021 06:21
    Thema von Theodor im Forum Tipp`s

    Hallo Leute,
    ich hab euch, unten auf der Startseite, noch mal den Button "Forums Kino" draufgemacht. Einige werden den noch kennen. Wie zu anfangstagen werde ich
    ab und zu dort einige, wie ich finde, ausgewählte und wichtige Filme reinstellen!
    Hoffe es gefällt euch?
    Grüße und habt ne gute Woche
    Theodor

  • Stoffwechsel spinntDatum11.04.2021 12:19
    Foren-Beitrag von Theodor im Thema Stoffwechsel spinnt

    Vielleicht sagt dir das etwas.




    Vielleicht solltest du auch deine Schilddrüse mal von einem Arzt überprüfen lassen!?
    Gruß Theodor

  • Alkohol: Warum wir von Rückfällen träumen – Interview mit Prof. Michael Klein

    Woran liegt das, dass wir träumen, wieder zu trinken? Und vor allem: Was hat das zu bedeuten? In diesem Video bekommst Du Antworten.

  • Thema von Theodor im Forum Alkohol

    SWR1 Leute
    Ist mit Mitte 20 trockene Alkoholikerin | Elisabeth Schwachulla, Poetry-Slammerin



    Mit acht Jahren begann sie zu dichten. Mit zehn versuchte sie sich an einem Krimi. Heute, mit Mitte zwanzig, schreibt sie politische und poetische Texte und geht bei Poetry Slams auf die Bühne. Ihren allergrößten Erfolg hat Elisabeth Schwachulla allerdings bereits hinter sich. Mit 16 Jahren wurde sie alkoholabhängig, seit drei Jahren ist sie trocken. Erkenntnis Nr.1: „Trocken werden war die beste Entscheidung meines Lebens.“ Erkenntnis Nr. 2: „Wer nur für die Flasche lebt, verliert alles!“
    Moderation: Wolfgang Heim

  • Warum es sich lohnt, dranzubleiben – Alexandras Geschichte



    Ja, manchmal dauert es, bis die Vorteile eines nüchternen Lebens sich bemerkbar machen. Das kann superfrustrierend sein. Um Dir Mut zu machen, trotzdem dranzubleiben, teile ich heute diesen Interviewausschnitt mit Dir. Alexandra ist eine meiner Programmteilnehmerinnen. Und sie hatte mit der Abstinenz am Anfang echt zu kämpfen.

    Das komplette Interview mit Alex kannst Du Dir hier anhören: https://oamn.jetzt/2021/03/wie-du-es-...​;

    Test: Wie bedenklich ist Dein Trinkverhalten?
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    Programm: Die ersten 30 Tage ohne Alkohol
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  • Leben ohne Alkohol: Diese Vorteile musst Du kennen



    Als ich aufgehört habe zu trinken, ahnte ich zwar schon, dass ich mich nüchtern fitter fühlen würde. Aber ich hätte im Leben nicht gedacht, wie viele Dinge es noch verbessert. Die – meiner Meinung nach – größten Vorteile der Nüchternheit erläutere ich Dir in diesem Video.



    Programm: Die ersten 30 Tage ohne Alkohol
    ▶️ https://oamn.jetzt/30-tage/​;

  • Hallo Robert,
    ich hab da Deine / Eure Aktivitäten schon die ganze Zeit verfolgt! Facebook / YouTube und so, finde ich echt klasse von euch!!!
    Du (und Friedel) wolltest doch immer, hier im Forum unter Erwachsene Kinder von Abhängigen etwas zum Thema Schreiben?
    Schade das das damals so im Sande verlaufen ist. Denn ich glaube, das viele ja `Erwachsene Kinder` von Abhängigen sind.
    Und ich bin einfach überzeugt, das es grade in diesem Bereich, viel zu viele Infos fehlen.
    Ich bin immer mehr überzeugt das Information, Information, Informationen das A und O sind. Deshalb bin und bleibe ich auch so unermüdlich!
    Liebe Grüße
    Theodor

  • Hallo das Chaos herschtDatum16.03.2021 07:00
    Foren-Beitrag von Theodor im Thema Hallo das Chaos herscht

    Hallo Patty,

    ja, ist scheiße das die Kaufsucht immer noch nicht als Krankheit anerkannt ist!

    Ich kenne mich darin ja nicht so aus, denke aber Sucht ist Sucht und wenn ich das hier lese, dann scheint mir das du auch weitere Probleme hast als nur die Kaufsucht.
    Also warum musst du so Kämpfen um einer Therapieplatz gegen Kaufsucht? Warum mit Anwälten?

    Du solltest dich einer Selbsthilfegruppe anschließen, die wissen nach meiner Erfahrung meist mehr was zu tun ist als Anwälte die nur Geld verdienen wollen.
    Außerdem musst du doch einen Arzt haben, der sollte doch auch was tun können! Wenn nicht gegen Kaufsucht behandelt werden kann, dann doch gegen andere Erkrankungsarten, die in unmittelbaren Zusammenhang mit der Kaufsucht stehen. Depressionen, Zwangsstörungen, nicht zuletzt auch Persönlichkeitsstörungen, die ja eine unheilbare anerkannt Krankheit ist!?

    Also ich an deiner stelle würde mir einen anderen Arzt/ Psychologen suchen und nicht zuletzt eine Selbsthilfegruppe, die es bestimmt auch in deiner Gegend gibt.

    Denn du brauchst bestimmt Hilfe.

    Siehe dir doch mal die Rubrik Kaufsucht an…

    Alles gute
    Theodor

  • Herunter-trinken!?Datum15.03.2021 07:55
    Foren-Beitrag von Theodor im Thema Herunter-trinken!?

    Hallo Klaus,

    freut mich das es bei dir geklappt hat. Ich wünsche dir das es auch anhält.

    Ich habe mir grade alles noch mal durchgelesen. Ich meine, was ich 2015 hier geschrieben habe. ich sehe es auch nach wie vor auch immer noch so. Ich denke grade darüber nach das es bei mir ja auch manchmal gar nicht anders ging, sei es weil kein Platz in der Klinik zu finden war oder ich es nervlich nicht geschaft hätte mich in eine zu begeben.

    Ich merke aber auch grade wie sich bei mir der Margen umdreht, wenn ich daran denke welche unheimliche Kraft mich das aber immer gekostet hat.
    Und wie wenig ich damals daraus gemacht hatte, wenn ich endlich wieder Nüchtern war.

    Vielleicht ist es auch so dass ich die letzten drei Jahre mitbekomme, wie sich ein Freund von mir unheimlich damit quält! Er ist ein paar Jahre Älter als ich. Trinkt auch schon seit seinem ganzen Leben, hat es aber auch mal geschaft acht Jahre trocken zu sein. Mann sollte meinen das er weis wie es geht? aber weit gefehlt! Seit nunmehr gut drei Jahren bekomme ich in einem Regelmäßigen Zeitraum von zwei / drei Monaten den Anruf: “Theo, mir geht es so schlecht! Ich hab die letzten zwei Wochen getrunken, aber ich werde mich jetzt wieder runtertrinken! Hab mir schon die Tabletten (der bekommt alles von seinem Hausarzt verschrieben, keine Ahnung wie das geht) und Bier besorgt!“
    Toll, und ich mache mir dann wieder sorgen, weil ich ja weiß in welchem schlechten zustand er Körperlich ist. Manchmal hab ich die Schnauze so voll, denke: das hat doch alles keinen Sinn mehr, soll er sich doch Totsaufen und mich endlich in ruhe damit lassen. Dann denke ich wieder, Das ist nun mal die Sucht: „Mensch hör doch endlich mal damit auf, du bist zu Alt für so ne Scheiß“ höre ich mich dann sagen. „Siehe zu das du nur kleine schlücke nimmst und lege dich ins Bett und Schlafe Schlafe Schlafe!!! Wenn’s gar nicht mehr geht weißt du ja die Nummer vom Rettungsdienst!“ Ich hab auch schon, wenn ich gar keine Antworten (Ich rufe während dieser Zeit immer wieder mal an) (Wohne mittlerweile einige Hundert Kilometer entfernt) mehr bekommen hab, selbst den Rettungsdienst angerufen, die ihn dann halbtot gefunden haben.
    Ich schreibe das grade, weil ich mir das selbst mal wieder ins Gedächtnis rufen muss! Aber es ist wie du sagst:

    Zitat von Klaus im Beitrag #29
    Es ist aber jeder Mensch individuell


    ...es sollte und darf aber auch nicht zu Gewohnheit werden! ...den Fehler hab ich oft begangen.
    Ich habe die Zeit, wenn ich dann Nüchtern war (zu oft) nicht genutzt! und es hat mich dann wieder eine unheimliche Kraft gekostet mich wieder rauszuziehen.
    Ich hätte diese Kraft, diese wirklich übermenschliche Kraft, mehr dafür einzusetzen müssen, mich (dann Nüchtern) hinzustellen um mich mit mir und der sucht auseinanderzusetzen.
    Hab es ja irgendwann auch geschaft.

    Ich weis was du da für eine Leistung hingelegt hast! und ich wünsche dir das du den Weg weitergehst.
    Hut ab!!!

  • Thema von Theodor im Forum Selbsthilfe allgemein

    Friedel informiert im Videodialog Angela Merkel zum Sorgentelefon



    Über das vermehrt frequentierte Sorgentelefon des Roten Kreuzes im Odenwaldkreis informierte Friedel Weyrauch in einem virtuellen Bürgerdialog Bundeskanzlerin Angela Merkel.
    Zwar erlaubten die Pandemie und die Distanz nur ein virtuelles Treffen, doch ihr jahrelanger und selbstloser Einsatz im Zeichen der Menschlichkeit ist bis nach Berlin vorgedrungen, wo sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am vergangenen Mittwoch etwas Zeit für ein Gespräch mit Friedel Weyrauch freigeschaufelt hatte.

    Vorausgegangen für die Teilnahme am Bürgergespräch war die Empfehlung des ebenfalls in der Hauptstadt ansässigen Generalsekretariats des Roten Kreuzes, wo man über die umfänglichen Tätigkeitsfelder der Bundesvorsitzenden der DRK-Selbsthilfegruppen in der Republik bestens informiert war.

    Thema waren die Sorgentelefone verschiedener Organisationen, die in der aktuellen Pandemie vermehrt die Nöte der isolierten Anrufer offenbaren. Fiedel Weyrauch berichtete der Kanzlerin unter anderem über eskalierende Situationen, die durch engen Wohnraum in den betreffenden Familien befördert werden. „Da rufen Ehefrauen an, die keinen Ausweg mehr kennen, da der Mann vermehrt zum Alkohol greift und handgreiflich wird“, ließ Weyrauch die Staatschefin wissen. „Ich versuche in Hotels und Pensionen zu vermitteln, aber die sind ja alle geschlossen. Oftmals ist das Frauenhaus ein Weg, wenn denn Kapazitäten vorhanden sind.“

    „Ich würde die Leute gerne in den Arm nehmen, aber das geht ja nicht!“

    Friedel Weyrauch
    Dabei sei die Atmosphäre am Telefon auch nicht die passende in solch einer Situation. Mit den Worten: „Ich würde die Leute gerne in den Arm nehmen, aber das geht ja nicht“, offenbarte die erfahrene Rot-Kreuz-Mitarbeiterin ihre emotionale Seite, wohl wissend, dass professionelle Distanz angesagt ist.

    „Was können wir von unserer Seite denn für Sie tun?“, fragte die Kanzlerin. „Ich bin froh, wenn endlich wieder alle Selbsthilfegruppen ohne Vorbehalte öffnen dürfen, denn da kann man sich auch mal ausweinen. Für unsere realen Zusammenkünfte vor Ort gibt es keinen Ersatz, so sinnvoll und notwendig das Sorgentelefon auch ist.“

    Der vermehrte Bedarf nach zwischenmenschlicher Wärme sei da, könne am Telefon aber nur ansatzweise befriedigt werden. „Manchmal könnte ich den Apparat an die Wand werfen“, ließ Friedel Weyrauch ihren Gefühlen freien Lauf, was der Kanzlerin ein verständnisvolles Schmunzeln auf die Lippen zauberte.

    „Es ist schwer Ehrenamtliche zu finden, die dieses Telefon betreuen. Da könnten Sie mit ihren Möglichkeiten mal nachhaken. Schließlich bekommt man auch viel zurück. Manchem können diese Anrufe über Sorgen und Nöte gar das Herz aufschließen. Einfühlsames Zuhören ist oftmals wichtiger, als eine fertige Lösung des Problems zu präsentieren. Dies ist ohnehin nicht unsere Aufgabe“, erläuterte Friedel Weyrauch ihrer Gesprächspartnerin aus der Bundespolitik.

    Kleine Randnotiz: Als die Bundeskanzlerin Friedel Weyrauch fragte, ob sie aus Südhessen komme, antwortete diese: „Rischdisch, das ist mein Odenwälder Hochdeutsch, was sie da gerade hören!“

    Zugeschaltet zum Bürgerdialog mit Angela Merkel waren weitere neun Vertreterinnen und Vertreter anderer Organisationen, die mit der Thematik befasst sind. Friedel Weyrauch war vor einigen Jahren übrigens schon mal zu Gast bei der Staatschefin, damals real und ganz persönlich während einer Einladung im Bundeskanzleramt.

    Weitere Informationen zum Angebot finden ihr auf der Seite: Sorgentelefon für Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen

  • Übertreibe ich?Datum09.03.2021 07:38
    Foren-Beitrag von Theodor im Thema Übertreibe ich?

    Hallo SunShine,

    …mich zu fragen wie ich es daraus geschaft habe?
    Ist so ne Sache und du kannst auch nicht von anderen ausgehen! Jeder läuft doch mit seinen eigenen Schuhen. Ich will es aber doch versuchen, ...erzählen wie es bei mir war.

    Aber zuerst möchte ich dir sagen das ich es ganz toll finde das du in dieser Gruppe einen Ansprechpartner gefunden hast. Es ist so wichtig, dass man jemanden hat mit dem Mann reden kann. Für mich ist das immer noch das A und O - Reden, Reden, Reden! Darum finde ich die Selbsthilfegruppen auch so gut und wichtig!

    Als ich noch mit meiner Frau zusammen war, so muss ich ehrlich gestehen, das ich Entgiftungen, Besuche in einer Selbsthilfegruppe und so weiter und weiter, tatsächlich nur gemacht hatte um sie zu beruhigen. Dachte damals das ich ein ganz schlaues Kerlchen wäre, einer der sie alle nach Belieben bescheissen könnte, hat ja auch so oft gelappt, sogar einige Jahre.
    Beschissen habe ich aber eigentlich nur mich selbst, aber ich konnte das damals noch gar nicht wissen!
    Ich war ja außerdem gar kein richtiger Alkoholiker! Schließlich ging ich ja jeden Tag Arbeiten, war sogar einer der Besten Arbeiter die es gibt. Hab nie widersprochen, „ÜBERSTUNDEN?“ – die habe ich nickend sofort gemacht, …aber auch nur, das ich niemanden ansprechen musste mit meiner Fahne! …Ja war ein guter Arbeiter und Familienvater und es ist fast unglaublich wie vielen, die ich inzwischen kennengelernt habe, es genauso erging. Wie viele es teilweise über Jahre oder gar Jahrzehnte schaffen sich so durchzumogeln.

    Aber irgendwann geht es eben nicht mehr, irgendein Auslöser und es ist vorbei.

    Als sich meine Frau endlich von mir gelöst hatte, fing es erst richtig an! ich war ein schlimmer Trinker, also was die Trinkmenge betritt, ich trank drei Flaschen Weinbrand oder Whisky am Tag. Schließlich war ich ja auch so ein armer Junge und von allen und jedem verlassen. Was folgten waren unzählige Entgiftungen, mehrere Selbstmordversuche und und und. Ich war so tief in meiner Sucht gefangen das es da einfach nichts anderes gab oder durchkam, auch nicht die Liebe! …an den Mauern, die ich um mich gebaut hatte, konnte sie auch nur zerbrechen!
    Ich war ein hoffnungsloser Fall! und keiner hätte nen Penig darauf gegeben, dass ich es jemals schaffen würde aus der Sucht herauszukommen, am aller wenigsten ich selbst!!!
    Und dennoch kommen mansche an den Punkt, und ich kann es dir nicht genau erklären was das bei mir war, wo man nicht mehr kann und will. Ich begann damals zu kämpfen, es war ein Kampf der gut Zehn Jahre, sechs Therapien und doch immer wieder unzählige Entgiftungen dauerte. Ich wollte, aber schafte es einfach nicht aus der Sucht hinauszukommen!

    Es ist nun mal immer noch eine fürchterliche und grausame Krankheit. Das sollte man auch immer wieder bedenken, und jeder Trinker ist anders, aber auch doch wieder gleich.

    Viele Schafen es, grade mit Hilfe der Familie, frühzeitlich durch Therapie oder auch der Selbsthilfe aus dem Teufelsgreis herauszukommen und ich freue mich für jeden von ihnen. Mansche aber, so wie ich, müssen den ganz harten weg gehen um an die Wurzel ihrer Sucht zu kommen. Bei mir war es so, und es dauerte sehr sehr lange bis ich sie endlich herausreisen konnte.
    Nur so konnte ich mich von der Sucht befreien und nur so kann ich heute ein zufriedenes Glückliches Leben mit mir und anderen führen. Ich meine, es ist ja kein Geheimnis das den Menschen nicht die empfangene Liebe, sondern die Liebe die er zu geben imstande ist am Leben hält. Und wie konnte ich andere Lieben, wenn ich mich selbst Hasste?!
    Warum erzähle ich das, weil ich immer noch daran glaube das es jeder irgendwann aus der Sucht schafen kann, auch die ganz harten Fälle.
    Oft bin ich dafür ausgelacht worden, auch in der Selbsthilfe und in der Arbeit (hab in der Betreuung von CMA >Chronisch Mehrfach Abhängigkeitskranken< gearbeitet.) …es bleibt aber meine feste Überzeugung!

    Vielleicht schafft es ja auch dein Mann, ich wünsche mir das sehr für euch!

    Aber es ist und darf nicht die Aufgabe der Angehörigen sein, sie können dem Abhängigen höchstens zeigen das sie ihn unterstützen würden, vielleicht auch das Gefühl geben das nicht alle Wege und Brücken für ewig geschlossen sind. Mehr aber, so glaube ich, gibt es nicht zu tun denn nur er allein kann den Weg gehen!

    Sagtest du nicht das du bei den AA`s warst? Nun, ich persönlich habe nicht viel mit ihnen zu tun, aber das, was sie sagen:
    „Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind.“ ist ein wichtiger Schritt! …den auch angehörige machen sollten …vor allem verinnerlichen sollten.

    Du machst und wirst bestimmt das richtige tun wenn du zuerst an Dich denkst, daran das Du auch glücklich sein darfst! Damit Hilfst du deiner gesamten Familie am besten.
    Wenn du glücklich bist werden es deine Kinder automatisch auch sein, im besten Fall wird es auch auf deinen Mann abfärben.
    Das ist es vielleicht nicht immer so, aber ich bin trotzdem der Überzeugung das es gehen kann.

    Aber das ist nur meine eigene Persönliche Meinung, jeder muss seine selbst finden!

  • Übertreibe ich?Datum05.03.2021 04:32
    Foren-Beitrag von Theodor im Thema Übertreibe ich?

    Hallo SunShine,
    hoffe du warst da und es hat dir etwas geholfen?

    Ab heuten ist auch unser Sorgentelefon besetzt. Unter der Kostenlosen Telefonnummer 06062 60767 wirst du wahrscheinlich Friedel erreichen.
    Sie ist die beste Ansprechpartnerin die du finden kannst!
    Sie kennt alles selbst, als Angehörige sowie auch als selbst Betroffene!

  • Übertreibe ich?Datum04.03.2021 15:24
    Foren-Beitrag von Theodor im Thema Übertreibe ich?

    Du solltest ihn darin unterstützen, wenn er in eine Klinik gehen will! Ihm aber auch klarmachen, das du zuerst an dich und deine Kinder denkst!!!
    Was er daraus macht ist seine Sache. Vielleicht kommt er ja jetzt erstmal zum nachdenken, das wäre ja gut.
    Bleib eisern und bei dir...

  • Übertreibe ich?Datum04.03.2021 09:45
    Foren-Beitrag von Theodor im Thema Übertreibe ich?

    Natürlich ist das alles schlimm und ich kann dich und deine Gedanken auch gut verstehen!

    Aber du darfst da nicht an ihn denken.

    Ich hatte auch eine schlimme Kindheit, Missbrauch und noch schlimmeres! Aber all das ist vielleicht eine Erklärung aber keine Entschuldigung dafür was wir unseren angehörigen antun! Wenn er nur einen funken Anstand in sich hat, wird natürlich er gehen. Er kann sich überall Hilfe holen und er wird sie auch bekommen. (Da musst du dir keine Gedanken drum machen!)
    Wenn er das will!!!
    Und wenn nicht, na dann muss er halt fallen, vielleicht hilft ihm das um aufzuwachen und dann auch wieder aufzustehen.

    Denke erstmal nur an dich und deine Kinder, das ist das Einzige was du tun kannst…
    Im Endeffekt hilfst du ihm sogar, wenn er das auch nicht wissen kann…

    Nochmal ich wünsche dir viel Kraft
    Du machst das schon richtig wenn du dir die Hilfe suchst die du brauchst.
    Grüße
    Theodor

  • Übertreibe ich?Datum04.03.2021 07:32
    Foren-Beitrag von Theodor im Thema Übertreibe ich?

    Hallo SUNSHINE, erstmal Guten Morgen und Willkommen in unsrem Forum!

    Nein, übertreiben tust du sicher nicht! Denn du hast ja scheinbar ein Riesen Problem mit der ganzen Situation, sonst würdest du ja nicht darüberschreiben.
    Ich weiß nicht, ob ich der richtige bin dir zu antworten, denn ich bin ja Alkoholiker (wenn auch seit Zehn Jahren Trocken) vielleicht antwortet dir eine/er Angehörige/er die dir ein paar Tipps geben könnten. Obwohl ich glaube das Tipps geben eh Blödsinn ist, gibt es sowas wie Tipps überhaupt?
    Egal, hat mich grade berührt was du schreibst. Irgendwie erinnert mich das an meine Ehe. Es war auch meine Frau die diese Ehe überhaupt aufrecht gehalten hat, ich war eigentlich nur mit mir und meinem Suff beschäftigt.
    Ich will aber nicht über deinen Mann reden und ihn erst recht nicht verurteilen, denn er ist sicherlich Krank und braucht auch Hilfe, die er ja scheinbar ja auch hat. Ich habe mich am Anfang genauso hinter Depressionen, ja auch - Angst vorm Zahnarzt versteckt, auch Angst nüchtern mit dem Psychologen zu reden kenne ich und hab genauso reagiert! All das kenne ich, aber das ist keine Entschuldigung, für rein Garnichts. Denn ich habe damals alle und jeden im Stich gelassen, vor allem meine Frau und auch meine Kinder, ja -war eigentlich nur ein zusätzliches Kind, war ja auch bequemer und ich konnte mich in Ruhe meinem Suff widmen! Das wird er aber erst lernen, wenn er sich ernsthaft mit seiner Sucht auseinandersetzt und das kann er nun mal nur allein tun, dabei kannst du ihm nicht helfen. Das ist etwas wo meinesgleichen nur alleine durchkönnen.
    Aber dir und deinen Kindern kannst du helfen, ganz einfach in dem du dich um dich selbst kümmerst. Hohl du dir Hilfe, hast du es mal mit einer Selbsthilfegruppe für angehörige versucht? Es gibt bestimmt auch noch anderen Angebote, wenn du zum Beispiel , wegen der Kinder gar keine Zeit dafür hast.
    Du musst deinen Mann ja nicht fallenlassen, vielleicht merkt er, (wenn du etwas für dich unternimmst, nun auch etwas machen muss!?) Glaub mir ich wäre, (heute) froh gewesen, wenn meine Frau das damals gemacht hätte. Aber nein, sie hat mir über Zehn Jahre den rücken freigehalten und gesehen das es „irgendwie weiterging.“ Ist dabei immer mehr verzweifelt, gereizter und unglücklicher geworden, was für mich wiederum ein willkommener Grund weiterzusaufen war! Hört sich grausam an, ich weiß, aber im Grunde ist es doch immer so, oder?
    Eine Ehe kann niemand alleine aufrechterhalten, sie will auch gepflegt und gehütet werden. Das konnte ich während meiner Abhängigkeit nicht sehn, wie auch, denn ich war ja eigentlich nur mit meiner Lady Whisky verheiratet, oder hab meine Frau ständig mit ihr betrogen.
    Meine Ehe ging damals zu Bruch, aber ich habe in meiner langjährigen Arbeit in der Selbsthilfe und mit Abhängigen auch viele kennengelernt die es geschaft haben. Aber sie haben auch daran gearbeitet, eine Ehe heist auch ständige Arbeit an sich selbst, jeder für sich und damit auch gemeinsam, das glaube ich heute und bin auch davon überzeugt!
    Du hast ja auch schon viel gemacht, finde auch gut, dass du dir eine Familienhilfe geholt hast! Denn was diese gesamte Situation mit den Kindern macht, das weist du ja selbst und ich kann jetzt nicht näher darauf eingehen. Ich finde aber das ist auch noch ein Grund mehr, dass du etwas für dich selbst tust! denn ihnen wird es auch besser gehen, wenn es ihrer Mutter gut geht.
    Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg und das du instinktive das richtige machst.
    Denke immer auch an dich, wenn du mit dir selbst klarkommst kannst du alles meistern.

  • Anonym: Warum ich das nicht bin



    In diesem Video erkläre ich, warum ich es für wichtig halte, über sein Alkoholproblem zu reden. Warum das nicht nur uns selbst hilft, sondern uns allen.

Inhalte des Mitglieds Theodor
Beiträge: 313
Ort: Winningen (Koblenz)
Geschlecht: männlich
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